In der Fertigung von kernlosen Lackartikeln – sogenannten bodiless-Waren – entscheidet das Füllmaterial über wirtschaftlichen Erfolg oder Ausschuss. Herkömmliche Stützmaterialien reißen unter thermischer Belastung, verformen die filigranen Lackschichten oder lassen sich nach dem Aushärten nur mit Materialverlust entfernen. Unsere 2- bis 7-lagigen Anlagen produzieren maßgeschneiderte Luftpolsterfolien, die exakt auf diese kritische Phase abgestimmt sind.
Für kleine Atelier-Serien empfehlen wir die 2-lagigen Niedergeschwindigkeitsanlagen mit manueller Bedienung – ideal für Unikate mit komplexen Untergründen. Die 2-lagigen Mittelgeschwindigkeitsmaschinen decken bereits den Bedarf kleiner Manufakturen ab, während unsere 2-lagigen Hochgeschwindigkeitsvarianten bei Volumen bis 500 kg/h wirtschaftlich glänzen. Entscheidend ist hier die präzise Regulierung der Folienstärke zwischen 0,03–0,05 mm, um Materialkosten zu optimieren ohne Stabilität zu opfern.
Bei industrieller Fertigung komplexer Formen – etwa für Möbelhandgriffe oder Automobil-Innenapplikationen – kommen unsere 3-5-lagigen Systeme zum Einsatz. Die Mitteltempo-Versionen ermöglichen das Co-Extrusionsverfahren mit recyceltem PE im Kern, was die Materialkosten um bis zu 30% drückt. Die Hochgeschwindigkeitsvarianten erreichen bei 7-Schicht-Folien eine homogene Schichtverteilung, die selbst tiefgezogene Lackformen mit Hinterschneidungen perfekt ausfüllt. Die 7-lagige Hochleistungsanlage ist das Flaggschiff für Großabnehmer: Sie verarbeitet bis zu drei verschiedene Polymergrade simultan, erzeugt so eine haftmittelbeschichtete Trennschicht und reduziert die Entfernungszeit ausgehärteter Folien um 70%.
Die Krux liegt im Detail: Unsere Anlagen steuern die Blasen-Größe (Ø 6–25 mm) und Wandstärke (±0,005 mm Toleranz) prozesssicher. Bei der Lackierung von Bambus-Geflecht-Strukturen etwa verhindern kleinere Blasen das Durchdrücken des Lacks, während größere Blasen bei glatten Flächen die Entformung beschleunigen. Die nicht-adhäsive Oberflächenbehandlung unserer Folien – ein firmeneigenes Additiv-Verfahren – hinterlässt keinerlei Rückstände auf den lackierten Innenflächen. Das spart nicht nur Reinigungsaufwand, sondern eliminiert die gefürchteten ‚Geistereffekte‘ durch Mikroverunreinigungen.
Praktisches Beispiel: Ein bayerischer Kunsthandwerksbetrieb nutzt unsere 3-lagige Mittelschnellanlage für Porzellan-Ersatzlackierungen. Die maßgeschneiderte Folie trägt das 800 g schwere Rohling-Weight während des Sprühvorgangs, schrumpft kontrolliert beim Trocknungsprozess (120°C) und löst sich rückstandsfrei. Resultat: Die Ausschussquote sank von 18% auf unter 3% binnen sechs Monaten. Solche Kennzahlen sprechen für sich – und machen Ihre Kalkulation vorhersehbarer.

